Der Wald ist in Deutschland mehr als die Summe seiner Bäume: Er ist ein Mythos, Kulisse eines großen deutschen Theaters. Betrachten wir die deutsche Kulturgeschichte, fällt es leicht, den Wald als Leitmotiv zu erkennen.
Die deutsche Kultur, so heißt es, wurzele im Wald, spätestens seit germanische Krieger die Römer in der Varusschlacht besiegten. In der Romantik wird der Wald zum Sehnsuchtsort, er wird gemalt, bedichtet und besungen – und zugleich abermals zu einem Symbol nationaler Souveränität. Die Nazis instrumentalisierten ihn für ihre rassistische Ideologie – und die Heimatfilme des deutschen Nachkriegskinos für ihr Traumbild einer heilen Welt. Die Umweltbewegung der 80ger bangt um ihren Wald, während der Waldsterbensdebatte – heutige Aktivist*innen leben in den höchsten Wipfeln, um Bäume vor der Rodung zu bewahren. Die Waldbilder sind, wie die Wälder selbst, stetig im Wandel. Wir nehmen das Publikum mit auf einen kulturgeschichtlichen Waldspaziergang zwischen Waldeinsamkeit, Waldwirtschaft, Waldsterben, Waldideologie und Waldliebe.
Was ist ein Theater-Feature?
Eine 60-minütige Bühnenpräsentation und ein Publikumsgespräch mit allen Beteiligten. Es handelt sich um eine Verknüpfung von Elementen des Radio-Features mit den visuellen und handlungsorientierten Methoden und Ästhetiken des Theaters. Ganz wichtig dabei ist die seriöse journalistische Recherche.
Das Publikumsgespräch
Die aufführende Gruppe agiert nicht nur in der Präsentation auf der Bühne, sondern anschließend gestaltet sie eine Gesprächs- und Diskussionsrunde. Dazu haben sich die einzelnen Beteiligten während des gesamten Produktionsprozesses mit unterschiedlichen Aspekten des Themas WALD intensiv befasst. Im Gespräch können sie auf Fragen und Reaktionen, die nach einer Aufführung auftauchen, eingehen.

Datum: 13.06.2026
Uhrzeit: 18:00 Uhr
Standort: Speicher Hobrechtsfelde
Präsentation , ca. 60-70 Minuten - ca. 30 min. Publikumsdiskussion, am Ende ein "Austritt" in die Spendenbox.
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