„Ich bin Agrarwissenschaftler und beeindruckt von diesem Beispiel der Kreislaufwirtschaft, die es heute kaum mehr gibt.“
Panketals Bürgermeister Maximilian Wonke






Mitte des 19. Jahrhunderts litt Berlin unter katastrophalen hygienischen Bedingungen. Ohne zentrale Wasserversorgung und Kanalisation gelangten Fäkalien, Schmutzwasser und Abfälle ungefiltert in offene Rinnsteine, wo sie verrotteten und Krankheiten förderten. Die Spree wurde massiv verschmutzt, und selbst nach Inbetriebnahme des ersten Wasserwerks 1856 verschärfte sich die Lage durch steigende Wassermengen erneut. Um die Gesundheitskrise zu lösen, setzte eine Deputation unter Leitung von Rudolf Virchow und James Hobrecht 1867 ein umfassendes Kanalisationsprojekt auf.
Hobrecht entwarf ein System aus zwölf Radialsystemen mit Pumpwerken, die Abwasser über Druckrohre auf großflächige Rieselfelder leiteten. Bereits 1874 erwarb Berlin die ersten Flächen dafür im Süden der Stadt und baute die Rieselgüter Osdorf und Friederickendorf mit Gutsgebäuden und Ställen aus. Diese Rieselfelder, darunter die ausgedehnten Flächen von Hobrechtsfelde, spielten eine entscheidende Rolle für die öffentliche Gesundheit. Durch natürliche Bodenfiltration wurden Abwässer gereinigt, bevor sie ins Grundwasser gelangten. Gleichzeitig dienten die Flächen der landwirtschaftlichen Nutzung und schufen ein frühes Modell nachhaltiger Ressourcenkreisläufe.
Mit dem ersten Spatenstich 1873 begann der Aufbau dieses Systems, das Berlin in eine hygienisch moderne Großstadt verwandelte. Hobrechtsfelde wurde damit zu einem zentralen Gesundheitsprojekt, das Krankheiten eindämmte, Wasserqualität verbesserte und Millionen Berlinerinnen und Berliner vor den Folgen unkontrollierter Abwasserentsorgung schützte. Damit wurde der Ort zu einem frühen Beispiel funktionierender Kreislaufwirtschaft, die Stadt und Land miteinander verband und hygienische wie ökologische Fortschritte ermöglichte.



„Ich bin Agrarwissenschaftler und beeindruckt von diesem Beispiel der Kreislaufwirtschaft, die es heute kaum mehr gibt.“
Panketals Bürgermeister Maximilian Wonke






Mitte des 19. Jahrhunderts litt Berlin unter katastrophalen hygienischen Bedingungen. Ohne zentrale Wasserversorgung und Kanalisation gelangten Fäkalien, Schmutzwasser und Abfälle ungefiltert in offene Rinnsteine, wo sie verrotteten und Krankheiten förderten. Die Spree wurde massiv verschmutzt, und selbst nach Inbetriebnahme des ersten Wasserwerks 1856 verschärfte sich die Lage durch steigende Wassermengen erneut. Um die Gesundheitskrise zu lösen, setzte eine Deputation unter Leitung von Rudolf Virchow und James Hobrecht 1867 ein umfassendes Kanalisationsprojekt auf.
Hobrecht entwarf ein System aus zwölf Radialsystemen mit Pumpwerken, die Abwasser über Druckrohre auf großflächige Rieselfelder leiteten. Bereits 1874 erwarb Berlin die ersten Flächen dafür im Süden der Stadt und baute die Rieselgüter Osdorf und Friederickendorf mit Gutsgebäuden und Ställen aus. Diese Rieselfelder, darunter die ausgedehnten Flächen von Hobrechtsfelde, spielten eine entscheidende Rolle für die öffentliche Gesundheit. Durch natürliche Bodenfiltration wurden Abwässer gereinigt, bevor sie ins Grundwasser gelangten. Gleichzeitig dienten die Flächen der landwirtschaftlichen Nutzung und schufen ein frühes Modell nachhaltiger Ressourcenkreisläufe.
Mit dem ersten Spatenstich 1873 begann der Aufbau dieses Systems, das Berlin in eine hygienisch moderne Großstadt verwandelte. Hobrechtsfelde wurde damit zu einem zentralen Gesundheitsprojekt, das Krankheiten eindämmte, Wasserqualität verbesserte und Millionen Berlinerinnen und Berliner vor den Folgen unkontrollierter Abwasserentsorgung schützte. Damit wurde der Ort zu einem frühen Beispiel funktionierender Kreislaufwirtschaft, die Stadt und Land miteinander verband und hygienische wie ökologische Fortschritte ermöglichte.



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